Sep

16

2009

Arbeiten mit Strukturpaste

Abgelegt in acrylmalerei

In der Acrylmalerei wird Strukturpaste häufig zur Oberflächengestaltung von Leinwänden eingesetzt. Arbeiten, bei denen Strukturpaste zum Einsatz kam, sind meist wahre Hingucker.
Möchte man an seinem Acrylbild eine Stelle besonders hervorheben, wie beispielsweise den Bildmittelpunkt, ist der Einsatz von Strukturpaste bestens geeignet.
Aber auch ein großflächiges Auftragen von Strukturpaste ist möglich. Ob die Paste hierbei dick aufgetragen wird oder dünn mit einem Malmesser (Spachtel) über die Leinwand gezogen wird, bleibt dem Maler selbst überlassen.
Normaler Weise ist Skrukturpaste in den Farben grau oder weiß erhältlich. Sie kann direkt vor dem Auftrag mit Acrylfarbe vermischt werden oder aber nach dem Auftragen bemalt werden. Allerdings muss hier beachtet werden, dass die Strukturpaste vor dem Bemalen getrocknet sein muss.

Je nach Schichtdicke der Paste beträgt die Trocknungszeit zwischen 2 und 24 Stunden.
Neben den weißen und grauen Strukturpasten sind im Künstlerbedarf auch bereits eingefärbte Pasten erhältlich, die über eine besondere Farbintensität verfügen.
Neben den verschiedenen Farben können auch unterschiedliche Körnungen, wie zum Beispiel Grobsand oder Feinsand, erworben werden.
Bevor man sich für eine sehr spezielle Strukturpaste entscheidet, ist es ratsam, sich über die benötigte Menge Gedanken zu machen. Einfache, ungefärbte Strukturpaste sollte ruhig in größeren Mengen vorrätig sein, da sie häufig zum Einsatz kommt. Eingefärbte Strukturpaste, die weniger häufig verwendet wird, sollte man am besten in einer kleinen 100 ml. Tube erwerben.

Die streichfähige Strukturpaste kann entweder direkt in der benötigten Menge aus der Tube auf die Leinwand gebracht werden oder aber mit einem Malmesser oder Löffel direkt aus dem Glas entnommen werden.
Strukturpaste haftet quasi auf allen Malgründen wie Leinwänden, aber auch auf Pappe oder Presspappe. Möchte man mit der Paste nur einen sehr feinen Effekt erzielen, kann sie auch vorsichtig mit einem Borstenpinsel verstrichen werden. Meist ist es aber üblich, die Strukturpaste großflächig mit einem Malmesser, auch Spachtel genannt, auf dem Malgrund zu verteilen.
Auch in der abstrakten Malerei wird Strukturpaste sehr gerne angewandt, da das Bild durch sie eine gewisse Tiefe, ähnlich einem 3-D-Effekt, erlangt.
Strukturpaste wird besonders gerne von Künstlern verwendet, die die Schichttechnik in der abstrakten Malerei einsetzen. Bei der Schichttechnik wird neben mehreren Schichten Acrylfarbe auch schichtweise Strukturpaste verarbeitet. Nach der Trocknungszeit werden einzelne Farb- und Strukturschichten wieder von der Leinwand abgekratzt oder geschliffen, was dem Bild eine besondere Note verleiht.

Manchmal liest man von Hobbymalern, dass sie anstelle von Strukturpaste als kostengünstige Alternative auf Wandspachtelmasse zurückgreifen. Hierbei sollte man allerdings beachten, dass Spachtelmasse wesentlich schwerer ist als Strukturpaste. Außerdem haftet die Spachtelmasse weniger gut an der Leinwand, so dass es passieren kann, dass Teile des Kunstwerkes nach einiger Zeit von der Leinwand fallen.
Strukturpaste hingegen haftet so stark, dass sie sogar zu Herstellung von Collagen geeignet ist. Leichte Elemente wie Muscheln, kleine Steine, Perlen oder Ähnliches haften problemlos mit Strukturpaste auf der Leinwand. Sie müssen lediglich auf die Paste gedrückt werden, wenn diese noch nicht getrocknet ist.
Auch in der Ölmalerei ist der Einsatz von Strukturpaste theoretisch möglich. Wegen der langen Trocknungszeit greifen Ölmaler allerdings lieber auf die Verwendung von Gips als Struktur zurück.

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