Sep

15

2009

Die Schichttechnik in der Acrylmalerei

Abgelegt in acrylmalerei

In der Acrylmalerei sind alle möglichen Maltechniken erlaubt, so dass der Betrachter manchmal erstaunt ist, mit welch einfachen Mitteln die lebhaftesten Gemälde entstehen.
Mit der Schichttechnik können faszinierende Farbeffekte ins Spiel gebracht werden, so dass die Bilder anschließend über eine unglaubliche Tiefe verfügen.
Die Schichttechnik kommt besonders häufig in der abstrakten Kunst zur Geltung, allein in Deutschland haben sich zahlreiche Künstler auf diese Technik spezialisiert.

Auch wenn die Schichttechnik mit einfachen Mitteln erreicht wird, sollte man jetzt nicht denken, dass die Maltechnik einfach auszuführen ist. Der Hobbymaler sollte bereits über eine gewisse Erfahrung in der Acrylmalerei verfügen.
Die Schichttechnik beschreibt eine Maltechnik, bei der mehrere Schichten Acrylfarbe nacheinander auf den Malgrund gebracht werden. Die einzelnen Schichten sollten vor dem nächsten Farbauftrag durchgetrocknet sein. Als Malmittel muss nicht zwangsläufig Acrylfarbe verwendet werden, auch Modellier- und Strukturpaste auf Acrylbasis kann verwendet werden.
Sind nun alle Farbschichten getrocknet, kratzt der Maler einzelne Farbschichten wieder vom Malgrund ab.

Sollte die oberste Farbschicht noch feucht sein, kann trotzdem mit dem abkratzen begonnen werden. Der Maler muss sich hier nicht an bestimmte Vorgaben halten, ganz im Gegenteil, die Acrylmalerei soll den Maler inspirieren, eigene Ideen und Vorgehensweisen durchzusetzen.
Wenn in den unteren Aufträgen verschiedene Farben aufgetragen wurden, entstehen somit interessante Effekte.
Der Maler kann ebenfalls Strukturpaste verwenden, die im Künstlerbedarf in verschiedenen Farben erhältlich ist. Daneben sind Strukturpasten auch in unterschiedlichen Körnungen erhältlich. Durch die Verwendung verschiedener Körnungen erhält das Kunstwerk einen besonderen Reiz.

Beim Abtragen der Farbschichten können die verschiedensten Arbeitsutensilien zur Anwendung kommen. Ein einfaches Malmesser (Spachtel), das in der Acrylmalerei häufig zum Einsatz kommt, kann hier ebenso hilfreich sein, wie Schmirgelpapier oder ein Schleifgerät. Bei Letzterem sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Leinwand nicht beschädigt wird.
Wer die Schichttechnik ausprobieren möchte, kann dies zunächst auf einem einfachen Malgrund, wie beispielsweise einem Stück Presspappe oder einer kostengünstigen, fertig gespannten Leinwand aus dem Künstlerbedarf, ausprobieren.
Wenn die ersten Versuche nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, sollte man sich gleich noch einmal an die Arbeit machen. Denn auch wenn sich die Schichttechnik sehr einfach anhört, so bedarf sie doch einiger Übung.

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