Mai

30

2012

Berlinische Galerie : seit 1870 die Adresse für Kunst aus Berlin

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Die Berlinische Galerie im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist eine der ersten Adressen Deutschlands für moderne Kunst. Hier sind verschiedenste Formen der modernen Kunst sowie Architektur und Fotografie ausgestellt, die in Berlin entstanden sind. Die Berlinische Galerie wurde 1975 unter Gründungsdirektor Eberhard Roters gegründet, mit dem Ziel Kunst aus Berlin ab 1870 an einem Ort zusammenzubringen.

Die Berlinische Galerie heute
In ihrer Geschichte ist die Galerie mehrfach innerhalb Berlins umgezogen, die Sammlung der Gemälde und anderer Ausstellungsstücke hat sich stets erweitert. In der heutigen Adresse in der Alten Jakobstraße, nahe dem Jüdischen Museum befindet sich die Ausstellung auf einer Fläche von 4.100 qm, unterteilt in zwei Ebenen. Im Erdgeschoss finden Vorträge, Führungen und andere Veranstaltungen statt. Den Besucher erwarten dort außerdem  neben den ständig wechselnden Sonderausstellungen, verschiedene Werke von der Klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst, während das Obergeschoss Werke über das geteilte Berlin und seine Geschichte, sowie Werke aus dem Dadaismus, des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit beherbergt. Darunter befinden sich etwa auch Arbeiten und Gemälde von George Grosz, Otto Dix und Ursula Sax. Neben Führungen durch die Sammlung und Ausstellungen bietet die Berlinische Galerie in der Werkstatt „Atelier Bunter Jakob“ auch Möglichkeiten zum Mitmachen an.

Sammlung mit über 5000 Werken von etwa 1200 Künstlern
Die Sammlung der Galerie wächst ständig und besteht aus Arbeiten von ca. 1.200 Künstlern, wovon einen Großteil der Ausstellungsfläche von der Sammlung der Werke der bildenden Kunst beansprucht wird, die derzeit über 5.000 Gemälde, Skulpturen, Installationen und Medienarbeiten umfasst. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen größtenteils auf verschiedenen Themen der Berliner Stadt- und Kunstgeschichte, darunter: Die Berliner Sezession und Expressionismus (um 1900), DADA Berlin und die Novembergruppe, Osteuropäische Avantgarde, Neue Sachlichkeit und die Zeit des Nationalsozialismus, der Neuanfang nach dem zweiten Weltkrieg und Abstrakter Expressionismus, Neue Figuration (70er-Jahre), Junge Wilde (80er-Jahre), die Konkret-konstruktive Kunst sowie die zeitgenössische Kunst seit den 90er-Jahren. Die grafische Sammlung umfasst zusätzlich rund 15.000 Druckgrafiken und Zeichnungen, die Sammlung der Fotografie ganze 200.000 Werke aus den Anfangsjahren der Fotografie über Bauhaus, Werbe- und Architekturfotografie bis über die zeitgenössische Fotografie seit den 90er-Jahren hinaus. Äußerst umfangreich ist auch die Dokumentation der architektonischen Stadtgeschichte in der Architektursammlung der Galerie, die mehrere hundert Tausend Pläne, rund 2.500 Architekturmodelle und unzählige Fotografien und Akten umfasst. Einige Schwerpunkte konzentrieren sich hingegen auch auf einzelne, für die Berliner Kunstgeschichte bedeutende Künstler wie Herbert Kaufmann, Rolf Szymanski, Hannah Höch oder Iwan Puni.

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