Okt

26

2009

Hilfsmittel in der Aquarellmalerei

Abgelegt in aquarellmalerei

In der Aquarellmalerei lassen sich mit den einfachsten Hilfsmitteln oder Maltechniken sehr interessante Effekte erzeugen. Ähnlich wie in der Acryl- oder Ölmalerei müssen hierfür keine speziellen Materialien gekauft werden, da sich einfache Haushaltsgegenstände oftmals ideal eignen.
So kann beispielsweise ein Strohhalm eingesetzt werden, um Farbverläufe und Strukturen zu erzeugen. Bei der Strohhalm-Technik empfiehlt es sich, eine sehr flüssige, aber intensive Farbe zu verwenden. Die Farbe wird anschließend mit einem Pinsel sehr nass auf das Papier gebracht, so dass sich eine Pfütze bildet. Anschließend wird mit einem Strohhalm auf die Farbe gepustet, so dass diese in alle Richtungen verläuft. Durch den Luftstrom kann der Maler selber entscheiden, wie weit die Farbe verlaufen soll.

Diese Maltechnik erfordert etwas Übung und sollte vorsorglich auf einem Schmierpapier ausprobiert werden. Mit der Strohhalm-Technik können Äste oder Zweige von Bäumen gut dargestellt werden.
Auch die Tupftechnik eignet sich bestens als Maltechnik, um Bäume zu malen. Ebenso wie die Strohhalm-Technik erfordert die Tupftechnik viel Übung. Als Hilfsmittel für diese Maltechnik kann ein grobporiger Schwamm, ein ausgefranster Pinsel oder ein ähnlicher grober Gegenstand, verwendet werden. Je grober das Hilfsmittel, desto grober werden auch die Strukturen des Motivs.

Um eine Baumkrone zu malen, wird ein hellgrüner Farbton gemischt, wobei die Farbe sehr dickflüssig sein sollte. Anschließend wird der trockene Schwamm, bzw. das Hilfsmittel, in die Farbe getaucht und auf das Papier getupft.
Da die aufgetragene Farbe zunächst trocknen muss, kann man die Zeit nutzen, um einen weiteren Farbton für die Baumkrone zu mischen. Der dunklere Grünton kann zum einen auf die bereits aufgetragenen helleren Grüntöne aufgetupft werden oder auf bislang unbemaltes Papier. Somit entstehen völlig unterschiedliche Farbnuancen, die dem Aquarellbild ihre Tiefe verleihen.

Das Malen von Motiven wie Seen, Meeren oder Wasserverläufen, erweist sich schwieriger als man denkt. Dies ist auch in der Aquarellmalerei nicht anders. Um eine Brandung bildlich darzustellen, eignet sich die so genannte Spritztechnik hervorragend. Auch diese Maltechnik sollte vorher ausgiebig geübt werden. Eine gewünschte Aquarellfarbe sollte möglichst dickflüssig angemischt werden, in die anschließend eine trockene Zahnbürste oder ein alter Borstenpinsel getaucht wird.
Nun wird mit dem Daumen über die Borsten gestrichen, so dass Farbpartikel auf das Aquarellpapier spritzen. Die Farbspritzer verändern sich in Größe und Aussehen, je nachdem ob Pinsel oder Zahnbürste verwendet wurden und ist zudem abhängig von der Konsistenz der Farbe. Will man in der Aquarellmalerei weiße Farbspritzer erzeugen, ist es ratsam, auf weiße Acrylfarbe auszuweichen, da diese Farbe besser deckt als weiße Aquarellfarbe.

In der Aquarellmalerei lohnt es sich genauso wie bei anderen Maltechniken, einfach einmal zu ungewöhnlichen Hilfsmitteln zurück zu greifen und mit den Farben zu spielen.
Manchmal kommen genau auf diese Weise die interessantesten Maltechniken zustande. Probieren Sie Ihr künstlerisches Talent doch einfach einmal aus!

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