Okt

27

2009

Maltechniken in der Aquarellmalerei

Abgelegt in aquarellmalerei

Die Aquarellmalerei verfügt über verschiedene Maltechniken, durch die große Veränderungen des Malergebnisses erzielt werden können. Diese Maltechniken können meist durch ganz einfache Hilfsmittel erzielt werden, die nicht extra im Künstlerbedarf erworben werden müssen. Oftmals sind sie in jedem Haushalt vorhanden.
Mit der Auswaschtechnik kann man in der Aquarellmalerei schöne Effekte erzielen. Alles, was man hierzu benötigt, ist ein Schwamm oder ein sauberer und trockener Pinsel.
Um die Auswaschtechnik auszuprobieren wird eine große Fläche des Papiers mit einer beliebigen Farbe ausgemalt.

Solange die Farbe noch nicht getrocknet ist, kann man mit dem Pinsel oder einem Schwamm an verschiedenen Stellen die Aquarellfarbe wieder abnehmen. Bei sehr nassen Farbaufträgen muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Auf diese Weise können schöne aufgehellte Flächen entstehen.
Auch getrocknete Farbe kann vom Aquarellpapier wieder abgelöst werden, was allerdings deutlich schwieriger ist als bei noch feuchtem Untergrund.

Zum Auswaschen wird die trockene Farbe zunächst angefeuchtet und kann dann, wie oben beschrieben, abgetragen werden. Sollte sich dieser Vorgang als schwierig erweisen, könnte Ihr verwendetes Papier daran Schuld sein, denn längst nicht alle Papiersorten eignen sich für die Auswaschtechnik. Wundern Sie sich nicht, wenn die Farbe nicht vollständig vom Papier verschwunden ist. Dass lediglich ein Effekt entsteht, der wie ein Nebel erscheint, ist völlig normal. Bevor Sie sich ein beinahe fertiges Aquarellbild ruinieren, sollten Sie die Auswaschtechnik besser mehrmals auf einem Schmierpapier ausprobiert haben.

Ebenso ist es ratsam, die Salz-Technik vor der Anwendung zu üben. Um ausgefranste Strukturen zu erzeugen, kann ein grobes oder feines Haushaltssalz verwendet werden.
Hierzu wird die Aquarellfarbe sehr nass auf das Aquarellpapier gebracht und anschließend wird das Salz auf die Farbe gestreut.
Beim Üben sollten Sie ruhig mehrere verschiedene Partien sowie unterschiedliche Salzsorten verwenden, da sich somit die Ergebnisse verändern. Hierbei sollten Sie auch etwas Salz auf eine Stelle streuen, wo die Farbe bereits beinahe trocken ist. Anschließend muss lediglich auf das komplette Trocknen der Farbe gewartet werden, um das Salz vom Aquarellpapier zu fegen.
Sie werden sehen, dass sich durch die Zugabe des Salzes eine deutliche Veränderung des Malergebnisses ergeben hat. Hierbei ist zu beachten, dass grobes Salz auch grobe Strukturen auf dem Papier hinterlässt. Außerdem verändern sich die Strukturen, je nachdem wie nass oder trocken die Farbe bereits ist. Die Maltechniken eignen sich für verschiedene Motive, wie zum Beispiel für Blüten, Steine oder Wasser.

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4 Reaktionen zu “Maltechniken in der Aquarellmalerei”

  1. A., am 1. Juni 2010:

    Funktioniert das auch mit stark verdünnten Acrylfarben?
    Bei mir hat es nicht funktioniert – ich weiß allerdings nicht, ob es an der Konsistenz der Farbe liegt, oder ob ich einfach zu wenig Wasser genommen habe.

  2. A., am 1. Juni 2010:

    Ach so, Verzeihung – wovon ich spreche, ist die Salztechnik -> sprich, ob diese auch bei Acrylfarbe anwendbar ist.

    Danke

  3. Celine, am 2. Juni 2010:

    Die Salztechnik habe ich bislang nur in der Aquarellmalerei kennengelernt. Ob sich Farbverläufe durch Salz auch bei Acrylfarbe erzeugen lassen, habe ich selber noch nicht ausprobiert. Ich würde es an Ihrer Stelle einfach einmal auf einer “Test-Leinwand” oder auf einem Schmierpapier ausprobieren und die Farbe hierfür sehr stark verdünnen. Wie Sie selber schon vermutet haben, kann der Versuch an der Konsistenz der Acrylfarbe gescheitert sein.

  4. A., am 3. Juni 2010:

    Hallo,

    Vermutlich liegt es tatsächlich an der Konsistenz, denn genau das – Test auf einem Schmierpapier, Farbe sehr wässrig – habe ich gemacht, es ging leider nicht; schade.
    Vielen Dank für die Hilfe!

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