Mit der Serviettentechnik können innerhalb kurzer Zeit schöne Dekorationen hergestellt werden. Serviettenmotive werden hierbei ganz einfach auf ein gewünschtes Objekt übertragen. Mit der Serviettentechnik lässt sich praktisch die komplette Wohnungseinrichtung verschönern. Alte Blumentöpfe, Dachschindeln, Keilrahmen oder Ton-Kacheln, erhalten durch das Motiv der Serviette ein gänzlich neues Aussehen.
Wegen der einfachen Handhabung ist das Basteln hervorragend auch für Anfänger geeignet. Um Dekorationen mit der Serviettentechnik herzustellen, wird nicht viel Material benötigt, weshalb nur geringe Kosten auf den Bastler zukommen.
Der Untergrund, auf den das Serviettenmotiv aufgebracht wird, sollte möglichst hell, glatt, aber nicht glasiert sein. Hat man beispielsweise eine glasierte Tonkachel, sollte diese mit einer hellen Acrylfarbe, die dem Grundfarbton des Serviettenmotivs ähnelt, grundiert werden. Wenn man einen hellen und unglasierten Untergrund bearbeiten möchte, kann auf die Grundierung verzichtet werden.
Doch gehen wir jetzt von einer braunen, unglasierten Tonkachel aus. Diese wird im Arbeitsschritt mit der hellen Acrylfarbe komplett eingestrichen. Bei Bedarf muss dieser Vorgang wiederholt werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass die Acrylfarbe zwischen den Anstrichen trocknen muss. In der Zwischenzeit kann das Motiv der Serviette bearbeitet werden.
Um einen möglichst weichen Übergang zu erzeugen, wird das Motiv vorsichtig mit den Fingern ausgerissen, wobei ein überschüssiger Rand von etwa einem halben Zentimeter um das Motiv herum, stehen bleiben kann. Eine handelsübliche Serviette hat in der Regel drei Papierlagen.
Nach dem Ausreißen wird die oberste, bedruckte Lage verwendet, die beiden anderen, weißen Lagen werden nicht benötigt. Beim Ausreißen des Serviettenmotivs wird etwas Fingerspitzengefühl benötigt, um das Motiv nicht zu zerstören. Nach Möglichkeit sollte das Serviettenmotiv nicht allzu sehr geknittert werden.
Anschließend wird das Motiv trocken auf die gewünschte Stelle der Tonkachel gelegt. Mit einem weichen, breiten Borstenpinsel wird nun der Serviettenkleber vorsichtig auf das Serviettenmotiv aufgepinselt. Mit dem Auftragen wird in der Mitte begonnen und zu den Außenseiten des Motivs gearbeitet. Dies hat den Vorteil, dass Falten beim Pinseln herausgestrichen werden. Beim Bestreichen mit dem Serviettenkleber sollte darauf geachtet werden, dass das Serviettenmotiv über den Rand hinaus bestrichen wird.
Nach etwa einer viertel Stunde ist das aufgeklebte Motiv der Serviettentechnik trocken und die Tonkachel fertig.
Sollten nun noch unschöne Übergänge zwischen dem aufgeklebten Motiv und der grundierten Tonkachel zu sehen sein, kann dies auch nach der Fertigstellung behoben werden. Acrylfarbe kann einfach in dem gewünschten Farbton angemischt werden und anschließend vorsichtig mit einem Schwamm um das Serviettenmotiv herum aufgetupft werden.
Bei Bedarf wird dieser Arbeitsschritt so lange wiederholt, bis der gewünschte Farbton getroffen wird. Wer sehr ungeduldig ist, kann die Trocknungsphase verkürzen, indem ein Föhn zur Hilfe genommen wird.
Wenn die fertige Tonkachel für den Außenbereich gedacht sein soll, empfiehlt es sich, aufgrund der Witterung, Klarlack für die Serviettentechnik über die ganze Kachel zu streichen.
Im Künstlerbedarf sind sämtliche Materialien, die für die Serviettentechnik benötigt werden, erhältlich. Beim Kauf der Servietten sollte auf eine hochwertige Qualität, aus möglichst dreilagigem Zellstoff, geachtet werden. Sehr kostengünstige Servietten haben den Nachteil, dass sie beim Ausreißen des Motivs oder beim Aufkleben mit dem Serviettenkleber zerstört werden.
Material:
Objekt zum Dekorieren
Servietten
Serviettenkleber
Weicher, breiter Borstenpinsel
Acrylfarben in den gewünschten Farbtönen
bei Bedarf Schwamm
eventuell Klarlack