Mrz
30
2010
Jeder kann Malen!
Jeder, der sich schon einmal mit dem Malen von Bildern beschäftigt hat, wird bestätigen können, dass dies gar nicht so schwierig ist. Selbst absolute Malanfänger bringen manchmal richtige Kunstwerke zustande, die sogar Künstler zum Staunen bringen. Bevor man mit der Malerei beginnt, sollte man sich lediglich überlegen, für welche Art der Malerei man sich entscheiden möchte.
Wem Acrylbilder gefallen, sollte sich auch für das Malen mit Acrylfarben entscheiden. Wer sich nicht traut, mit dem Malen eines Bildes zu beginnen, wird niemals feststellen, ob er das Talent besitzt, seine Kreativität auszuleben.
Die Kunst der Malerei unterscheidet sich dahingehend vom Zeichnen, dass es beim Malen nicht so sehr darauf ankommt, dass das Motiv von anderen Personen erkannt wird. Die abstrakte Malerei eignet sich besonders für Malanfänger, da sie einfach mit den Farben experimentieren können. Das erzielte Ergebnis spielt hierbei keine Rolle. Am Besten, man hat im Vorfeld keine Vorstellung, was man mit dem Bild eigentlich erreichen möchte.
Wer sich dennoch ein bestimmtes Motiv für sein Bild ausgesucht hat, sollte sich vorher eine Skizze mit Bleistift oder Kohle anfertigen. Ist das Motiv sehr aufwendig, lohnt es sich, zunächst auf einem normalen Blatt Papier sein Glück zu versuchen. Sollte dies gut gelingen, kann man den selben Versuch noch einmal auf einem bespannten Keilrahmen oder einem Stück Kartonpapier versuchen.
Wem das Zeichnen Schwierigkeiten bereitet, hat auch die Möglichkeit, das Motiv vom Original abzupausen. Hierbei wird sehr dünnes Papier auf das gewünschte Motiv gelegt. Anschließend werden die Konturen des Bildes mit einem weichen Bleistift nachgezeichnet. Wenn das Nachzeichnen erledigt ist, wird das dünne Papier mit der abgepausten Zeichnung umgedreht auf den gewählten Malgrund gelegt. Nun müssen die Konturen, die von der Rückseite her durchscheinen, nur noch mit einem harten Bleistift nachgezeichnet werden. Da sich auf der anderen Seite die Spuren des weichen Bleistiftes befinden, lösen sich diese durch den Druck des harten Stiftes ab. So bekommt man problemlos das gewünschte Motiv auf seinen Malgrund und kann direkt mit dem Malen beginnen.
Wer seine eigene Kreativität jedoch selber ausprobieren möchte, sollte die Abpaustechnik nicht nutzen, sondern ein eigenständiges Kunstwerk erschaffen. Um sich nicht von vornherein zu überfordern, kann man auch den Versuch wagen, Fantasiebilder zu malen. Diese können natürlich einen etwas kindlichen Anschein erwecken. Versuchen Sie ruhig, ein paar abenteuerliche Tiergestalten zu malen, die die Fantasie von Kindern anregen. Hierbei kommen oft die schönsten Bilder zustande und wer mag, kann auch gleich eine kurze Geschichte dazu erfinden.
Probieren Sie sich in Ruhe an Ihrem gewählten Material. Sollten Sie feststellen, dass Sie mit der Farbe oder Pinseln nicht zurecht kommen, haben Sie immer noch die Möglichkeit, auf andere Maltechniken auszuweichen. Außerdem spricht nichts dagegen, wenn Sie neue Methoden ausprobieren. Man denke nur an die Nass-in-Nass-Technik des Künstlers Bob Ross. Bis zu dem Tag, an dem Bob Ross diese Technik ins Leben rief, hätte niemand geahnt, dass sie funktioniert.
Lassen Sie sich auf keinen Fall von „Malen nach Zahlen“ verführen. Auch wenn es einfach erscheint, ist das Malen von Bildern hiermit nicht einfach. Oft müssen derart kleine Flächen ausgemalt werden, bei denen ein Misslingen einfach vorprogrammiert ist. Die Frustration ist dann besonders groß, wenn das selber gemalte Bild ganz anders aussieht wie das Original auf der Verpackung. Hinzu kommt, dass „Malen nach Zahlen“ nicht gerade förderlich für die eigene Kreativität ist.
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