Sep

28

2009

Arbeiten mit dem Speckstein

Abgelegt in Kunsthandwerk

Der Speckstein, auch Seifenstein genannt, gehört zu den Natursteinen, die sich durch ihre weiche Beschaffenheit auszeichnen. Arbeiten mit dem Speckstein sind deshalb ohne große körperliche Anstrengung möglich.
Allerdings spielt das Herkunftsland des Specksteins eine Rolle, sehr harte Steine stammen meist aus nordischen Ländern. Weiche Steine stammen wiederum aus dem asiatischen oder afrikanischen Raum und sind für die Anfertigung von Skulpturen oder Schmuck hervorragend geeignet.
Im Künstlerbedarf können Hobbykünstler zu recht günstigen Preisen Specksteine erwerben. Die dort erhältlichen Steine sind aufgrund ihrer geringen Härte leicht zu bearbeiten und sind in unterschiedlichen Formen und Größen vorhanden. Specksteine gibt es in zahlreichen verschiedenen, natürlichen Farben wie grau, braun, schwarz, rosa, weiß oder grün.

Arbeiten mit dem Speckstein eignen sich im Prinzip für Jeden, der sich für das Hobby interessiert. In Schulen und Kindergärten lernen häufig bereits Kinder mit dem Naturstein umzugehen. Auch in der Kunsttherapie wird die Arbeit mit dem Speckstein häufig eingesetzt. Welche Ergebnisse selbst ein absoluter Anfänger erzielen kann, ist erstaunlich.

Für die ersten Versuche braucht man sich nicht gleich mit einem Haufen Werkzeug einzudecken, normale Haushaltswerkzeuge erfüllen durchaus ihren Zweck.
Spezielles Werkzeug für die Arbeiten mit dem Speckstein sollte man sich erst zulegen, wenn man plant, häufiger mit den Steinen zu arbeiten.
Geeignete Werkzeuge für den Speckstein sind Sägen, Feilen, Raspeln, Messer und Schmirgelpapier. Grobes Werkzeug wird lediglich für die ersten Arbeitsschritte benötigt, feinere Arbeiten werden mit Hilfe von Feinwerkzeugen ausgeführt.
Hammer und Meißel sollten besser nur von geübten Händen eingesetzt werden. Wegen der Bruchgefahr sollten Anfänger besser die Finger von beidem lassen.

Wenn man beispielsweise eine Skulptur oder Ähnliches aus einem größeren Speckstein anfertigt, sollte man die Bruchstücke stets gut aufbewahren, da sich diese Kleinteile bestens für die Herstellung von Schmucksteinen eignen.
Im Künstlerbedarf erhältliche Starter-Sets eignen sich besonders für Anfänger. Neben verschieden großen Specksteinen ist das wichtigste Werkzeug bereits im Paket enthalten.
Specksteine können Asbestfasern enthalten, die durch das Bearbeiten frei gesetzt werden. Da Asbest wegen des Verdachts Lungentumore auszulösen, nicht eingeatmet werden sollte, ist auf den Hinweis „asbestfrei“ zu achten.
Fertig gestellte Skulpturen oder Schmuckstücke werden mit Glanzmittel oder Speckstein-Öl bearbeitet. So wird die Oberfläche versiegelt und die Naturfarbe des Steins kommt besonders gut zur Geltung. Für Schmuckstücke, die ständigen Hautkontakt haben werden, eignen sich hautfreundliche Öle am Besten. Durch die Versiegelung erhält der Speckstein einen angenehmen Glanz, der an das Aussehen von Marmor erinnert.

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