Mai
4
2010
Der Speckstein hat sich seit Jahrhunderten zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Schalen und Schüsseln bewährt. Wegen seiner Wärmebeständigkeit wurden in der Antike Töpfe aus dem Naturstein hergestellt und auch für filigrane Schmuckarbeiten eignen sich Specksteine hervorragend. Da sich der Stein wegen seines geringen Härtegrades so gut mit einfachen Werkzeugen bearbeiten lässt, ist das Arbeiten mit dem Speckstein bei kreativen Hobbybastlern besonders beliebt.
Anleitungen und Vorlagen für das Arbeiten mit dem Speckstein findet jeder Kreative sowohl in Büchern als auch im Internet. Wer sich für Specksteinarbeiten interessiert, kann natürlich auch einen Kurs besuchen, um die Grundkenntnisse für das Bearbeiten des Steines zu erlernen. In regionalen Volkshochschulen werden meist regelmäßig Speckstein-Kurse angeboten.
Der Besuch eines Kurses ist allerdings nicht zwingend notwendig, denn die Grundlagen können auch aufgrund der erwähnten Vorlagen und Anleitungen erlernt werden.
Specksteine kann man im Künstlerbedarf kaufen. Hier werden meist mehrere verschiedene Specksteine in unterschiedlichen Farben und Größen, abgepackt als Paket zwischen 10 und 25 Kilogramm, angeboten. Aber auch einzelne große Steine, die für große Skulpturen benötigt werden, befinden sich im Sortiment. Zum Herstellen von Speckstein-Schmuck entscheidet man sich am Besten für Kleinststücke, die sich zum Schnitzen gut eignen, da somit nur wenig Abwurf anfällt.
Bevor Anfänger mit der Bearbeitung des Specksteins beginnen, ist es ratsam, die Vorlage für die Arbeit genau zu studieren. Wichtig hierbei ist, dass alle empfohlenen Werkzeuge vorhanden sind, die die Arbeit erleichtern. Fehlt ein wichtiges Werkzeug, kann es passieren, dass sich das Bearbeiten der Specksteinarbeit dadurch als deutlich erschwerend erweist.
Die Anleitung oder Vorlage sollte im besten Fall nicht allzu anspruchsvoll sein und das zu schnitzende Objekt möglichst grob sein und nur über wenig Feinheiten und Einzelteile verfügen. Für den ersten Versuch reicht beispielsweise eine einfache Schale oder ein Aschenbecher völlig aus. Filigrane Arbeiten hebt man sich besser für einen späteren Zeitpunkt auf, wenn man über mehr Erfahrung verfügt und mit dem Material gut umzugehen weiß. In den Anleitungen wird dem Anfänger Schritt für Schritt erklärt, wie die Werkzeuge angewandt werden oder welcher Arbeitsschritt zu welchem Ergebnis führt.
Specksteinarbeiten gehören nicht zu den kostspieligen Hobbys, da der Handwerker mit relativ wenigen Materialien und Werkzeugen auskommt. Die Steine selbst sind recht kostengünstig. Der Preis der Specksteine ist abhängig von der Region, aus welcher der Stein stammt. Beachten sollte man bei der Bestellung auch, dass die Steine dementsprechend über verschiedene Härtegrade verfügen. Weiche Steine sind für Anfänger besser geeignet als härtere Sorten.
Beim Bearbeiten der Specksteine sollte man sich immer an der Vorlage orientieren und die Tipps des erfahrenen Handwerkers unbedingt beachten. Vorsicht ist grundsätzlich bei Arbeiten mit Hammer und Meißel geboten, da die Bruchgefahr hier besonders groß. Wer sich an seine erste Specksteinvorlage wagt und diese nach Anleitung bearbeitet, kann deshalb anstelle des Hammers besser auf eine Säge oder ein Schnitzmesser zurück greifen.
Anfänger, die sich strikt an die Vorlage gehalten haben und dennoch grobe Abweichungen im Ergebnis feststellen, sollten nicht verzagen. Wie auch bei anderen Handwerken ist aller Anfang schwer und beim zweiten Versuch kann das Ergebnis durchaus vorzeigbar sein.
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