Jul
22
2009
Techniken in der Ölmalerei
In der Ölmalerei gibt es verschiedene Maltechniken, die dem Ölbild eine ganz persönliche Note verschaffen können.
Wer erst wenig Erfahrung mit Ölfarben hat, sollte die Techniken der Ölmalerei zunächst auf einem einfachen Malkarton ausprobieren. Die Übung führt mit der Zeit automatisch zum Erfolg.
Die so genannte Primatechnik wird auch als Alla-Prima-Malerei bezeichnet. Der Maler stellt hier das Ölbild in nur einer Sitzung her und verwendet hierzu lediglich pastose Farben.
Bei anderen Maltechniken müssen Trocknungszeiten eingehalten werden, die bei der Primatechnik entfallen. Bevor man ein Bild anfertigt, sollte man allerdings schon eine genaue Vorstellung vom Ergebnis haben, da spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.
Die Lasurtechnik ist ein wichtiger Bestandteil in der Portraitmalerei.
Hierbei werden transparente Farbschichten auf den Malgrund gebracht. Vorher aufgetragene und bereits getrocknete Untergrundfarbe schimmert durch, wodurch schöne Farbeffekte erzielt werden. Wichtig beim Lasieren ist allerdings, dass Farben aus der Tube sehr stark mit Terpentin oder Leinöl verdünnt werden.
Die Impasto-Technik bezeichnet dick aufgetragene Ölfarbe, die entweder mit einem Borstenpinsel oder mit einem Spachtel verarbeitet wurde. Durch die Bearbeitung mit einem Malmesser kann man schöne Strukturen auf das Bild bringen.
Bei der deckenden Malerei werden die Farben, wie der Name schon sagt, deckend übereinander aufgetragen, wobei auch verschiedene Farben verwendet werden können.
Anders als bei der deckenden Malerei, schimmert bei der halbdeckenden Methode die untere Farbschicht durch.
Die Schichtenmalerei spielt in der Ölmalerei eine große Rolle. Das Ölbild wird hierbei in vielen Sitzungen hergestellt. Ist die erste Farbschicht getrocknet, kann das Malen fortgesetzt werden. Die Anfertigung einer Skizze ist bei der Schichtenmalerei äußerst wichtig. Durch den Wechsel der einzelnen Lasuren erhält das Ölbild sehr viel Tiefenschärfe. Bis zur endgültigen Fertigstellung eines in Schichten gemalten Ölbildes können durchaus, je nach Größe, mehrere Monate vergehen.
Damit keine hässlichen Risse das Ölbild verunstalten, sollte immer darauf geachtet werden, dass die neue Farbschicht immer etwas fetter aufgetragen wird als die untere.
Hier lautet die Grundregel: Fett auf mager. Wird diese Regel nicht beachtet, kann es passieren, dass die obere Farbschicht vor der unteren Schicht trocknet und somit Risse entstehen.
Sicher hat jeder, der sich schon einmal mit der Malerei befasst hat, schon einmal von der Nass-in-Nass-Technik gehört. Der bekannte Künstler Bob Ross hat dieser Maltechnik zu einem hohen Bekanntheitsgrad verholfen. Bei dieser Technik werden mehrere Farbschichten nass übereinander aufgetragen, so dass sehr effektvolle Farbverläufe entstehen.
Zum Schutz des Ölbildes kann man die Farbschichten mit Firnis bearbeiten.
Im Kunsthandel sind verschiedene Firnis-Arten erhältlich. Für die Behandlung zwischendurch kann Zwischen-Firnis angewandt werden, zur abschließenden Behandlung sollte Schluss-Firnis aufgetragen werden.
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[...] Farbintensität von Ölfarbe erhalten. Somit entstehen für den Maler keine Nachteile beim Malen. Maltechniken, wie die Spachteltechnik, Schicht- oder Primatechnik, können mit wasserlöslicher Ölfarbe [...]